Der Segelclub Walchensee (SCLW) wurde 1965 gegründet und zählt knapp 200 aktive Mitglieder, die im bayerischen Oberland – insbesondere in Garmisch-Partenkirchen, Krün, Mittenwald, Wallgau, Kochel am See - und im Großraum München zuhause sind. Vereinzelte Mitglieder sind auf ganz Deutschland verteilt.

Das Clubgelände befindet sich, von Norden auf der B11 von Urfeld kommend, unmittelbar am Ortsanfang des Ortes Walchensee zwischen der B11 und dem Ufer des Walchensee. Dem Gelände gegenüber liegt die Talstation und der Parkplatz der Herzogstandbahn. Der Grafik-Button ruft eine Anfahrtkizze mit Lageplan vom Walchensee auf.

Seit Gründung des Clubs wird das Segeln auf sportlichen Jollen und offenen Kielbooten gepflegt. Bei den Jollen haben sich Opti, Laser, 420er und 505er etabliert, bei den offenen Kielbooten Monas, Dyas, Starboot und Kielzugvogel.

In den meisten dieser Bootsklassen richtet der SCLW Regatten aus, die zur Wertung in den Ranglisten dieser Klassen herangezogen werden. Seit Bestehen des Clubs wurden schon mehrere und sehr regelmäßig nationale wie auch internationale Deutsche Meisterschaften veranstaltet.

Zur Tradition gehört es, dass der SCLW für die im Club etablierten Klassen jedes Jahr eine Ranglistenregatta ausrichtet. Dazu gehören seit 1968 die Kielzugvogel-Klasse, seit 1969 die 505-Klasse und seit 1977 die Dyas-Klasse. In den letzten Jahren sind die Klassen 420, Moth, Monas und Starboot hinzu gekommen.

Mit Liegeplatz und irdischen Gütern ist der SCLW nicht gesegnet. Das liegt an den wenigen verfügbaren Uferflächen als Folge der den See umgebenden Berghänge. Dafür legt der SCLW aber großen Wert auf ungezwungenes Miteinander und auf sportliches Segeln. Unterstützt werden diese Ziele durch die ausgezeichneten Windbedingungen und indirekt durch das Verbot von Kajüt- und Motorbooten, das den Schutz der Natur und den Charakter dieses landschaftlich reizvollen Gebietes sicherstellt.

Am Walchensee gibt es kaum Tage ohne Wind, der in der Regel durch Thermik entsteht. Scheint die Sonne, dann bläst es konstant mit 3 bis 5 Windstärken, wobei es bei stabilem Hochdruckwetter durchaus auch 6 Baufort werden können.

Die Thermik setzt etwa gegen Mittag ein und dauert bis zum späten Abend - sie schafft Bedingungen zum Segeln, wie sie ähnlich wohl nur noch am Gardasee anzutreffen sind. Nicht umsonst gilt der See als das Wind-sicherste Revier im Süden Deutschlands.